Capítulo 21: Elowen - Mark

Este capítulo aún no está disponible en Spanish. Inicia sesión para traducirlo y que todos puedan disfrutarlo.

Das Restaurant ist hell erleuchtet.

Zu hell für das, was ich fühle.

Kerzen auf den Tischen, Stimmengewirr, Gelächter. Gläser klirren, jemand ruft nach dem Kellner. Es riecht nach warmem Teig und Tomaten. Alles wirkt normal. Als gäbe es nichts, wovor man sich fürchten müsste.

„Die Mor’kels sind schlau und Aren ist der Rolls Royce unter ihnen. Er bemerkt wirklich alles.“ Ich schaue in die Speiskarte. „Ich glaube ich nehme mir nur einen kleinen Salat, ich bekomme nichts runter.“

Mark sitzt mir gegenüber.

Gerade. Wachsam. So, als hätte er beschlossen, ab jetzt nichts dem Zufall zu überlassen.

„Nimm besser etwas Richtiges“, sagt Mark leise. Nicht belehrend. Eher sachlich.

„Wenn wir tatsächlich beobachtet werden, so wie du es vorhin erklärt hast, fällt ein voller Teller weniger auf als ein unangetasteter.“

Der Kellner kommt. Wir bestellen.

Mark eine Pizza, ich entscheide mich für einen Auflauf, dazu die jeweils passenden Weine.

Als der Kellner geht, sehe ich ihn an.

„Danke“, sage ich leise.

Er runzelt kurz die Stirn.

„Wofür?“

„Für die Nachricht, dass du so schnell reagiert hast“, sage ich. „Und für den bestellten Tisch.“

Ich zögere. Als ich dich am Telefon heute Morgen direkt mit einem Wortschwall überfiel, wusste nicht einmal, wo du wohnst, geschweige denn ob es bei dir um die Ecke überhaupt eine Pizzeria gibt.“

Ein schiefes Lächeln huscht über sein Gesicht.

„Dann haben wir ja Glück gehabt, das Salvatore sich schon vor Jahren entschied gleich bei mir in der Nähe eine Pizzeria zu eröffnen.“

Der Kellner bringt Wein und ein paar geschnittene Scheiben Baguette.

Ich nippe und schaue mich um. „Und scheinbar auch sehr erfolgreich, so voll wie es hier ist.“

Mark nimmt sich ein Stück und bestreicht es kunstvoll mit Knoblauchbutter.

„Ja, ohne Reservierung hast du keine Chance auf einen freien Tisch.“

Er legt das Buttermesser beiseite und betrachtet sein Brotwerk. „Als ich dich heute Morgen anrief, wollte ich nur einmal nachfragen, ob du schon etwas aus Schottland gehört hast. Aber ich kam ja nicht mal zum Morgengruß. Und da habe ich sofort geschaltet und seitdem keine ruhige Minute mehr.“

Ich nicke.

„Sie waren da. Zwei Männer.“

„Deshalb der Ort“, sagt er. „Und die Uhrzeit.“

„Ja.“

Das Essen kommt. Der Teller vor mir ist gut gefüllt. Meine Gabel stochert im Auflauf herum, als müsse ich ein Feld bestellen.

Ich nehme mir einen Bissen, Kartoffeln Aubergine Kräuter und Käse füllen meine Mund. Ich zwinge mich zu kauen und zu schlucken.

„Wir werden beobachtet“, sage ich leise. „Nicht durch Gedanken oder Gefühle. Nur durch das, was sichtbar ist.“

Mark nimmt einen Bissen Pizza. Kaut langsam. Schluckt.

„Dann bleiben wir sichtbar harmlos.“ Er lächelt mich an und hebt sein Glas.

„Komm, trink einen Schluck mit mir. Wir sind Freunde ab jetzt.“

„Halbblutfreunde.“ Ich versuche zu schmunzeln.

Er sieht mich an.

„Und dabei so menschlich wie möglich.“

Er legt das Besteck kurz beiseite.

„Ich hätte dir gerne ein Foto von Lotta gezeigt, aber ich habe keins. Nicht auf dem Handy, nicht im Regal oder an der Wand, gar keins.“

Ich schaue auf.

„Warum nicht?“

„Weil Lotta mich gelehrt hat, dass Schutz manchmal bedeutet, etwas nicht mitzunehmen. Aus Vorsicht.“

Er zuckt leicht mit den Schultern. „Und jetzt kommt die Angst dazu, um Noah, er ist alles, was mir von ihr geblieben ist.“

Ich nicke.

Das verstehe ich.

„Wir sollten nicht über sie reden, man weiß ja nie. Wir essen jetzt“, sage ich. „Wir reden über Belangloses. Und später gehen wir auseinander.“

„Getrennt“, sagt er.

„Ja.“

Er denkt kurz nach.

„Dann bleibe ich noch sitzen, wenn du gehst.“

Ich sehe ihn an.

„Das wäre gut.“

Ich nehme einen Schluck Wein.

Zu hastig und verschlucke mich. Ich zwinge mich langsamer zu werden.

Ich spüre einen kalten Luftzug in meinem Rücken und ein unangenehmes Ziehen in meinem Bauch.

„Ist da ein Mann gerade reingekommen, gutaussehend, hellblondes Haar mit einer dunklen Strähne?“

Mike schaut über meine Schulter hinweg.

„Ob gutaussehend, kann ich schlecht beurteilen, aber hellblond, mit dunkler Strähne stimmt, er hat eine Frau dabei.“

Es ist so weit, die zweite Begegnung mit Aren, die ich überleben muss.

„Ist ER das?“ Mark wird blass.

Ich sehe ihn im Fensterglas. Er spricht einen Kellner an.

„Sag doch bitte, oder du gehst zuerst. Die haben hinten bei den Toiletten einen zweiten Ausgang, dort kannst du…“

Die Frau mit den kurzen dunklen Haaren hält sich im Hintergrund. Der Kellner schüttelt bedauernd den Kopf und zeigt auf die besetzten Tische.

Vorsicht mein Freund, wenn Aren es will, verlässt heute niemand mehr lebend das Restaurant.

„Nein“, meine Stimme klingt rau. „Er hatte uns schon im Visier, bevor wir bestellt haben, das darfst du mir glauben.“

Aren ist freundlich. Unauffällig. Gepflegt, er zeigt dem Kellner auf unseren Tisch, als habe er uns jetzt erst gerade entdeckt. Heuchler!

„Und jetzt? Was machen wir jetzt?“

Der Kellner nickt ihm zu und geht weiter.

„Jetzt unterhalten wir uns weiter, wie zwei Freunde, die einen gemütlichen Abend haben.“ Ich sehe ihn an, wie er sich um Fassung bemüht. Aber Mitleid ist gerade fehl am Platz.

Tharun ist nicht bei ihnen.

„Denk dran“, sage ich leise und hebe lächelnd mein Glas. „im Moment sind wir ihm einen Schritt voraus.“

Aren lächelt, als er auf unseren Tisch zukommt.

„Ach“, sagt er freundlich. „Das ist ja ein Zufall.“

Ja, unglaublicher Zufall! Ruhig bleiben, locker. Ich bemühe mich um einen überraschten Gesichtsausdruck Meine Gedanken stolpern. Fallen übereinander. Ich zwinge meine Hände ruhig zu bleiben.

„Meine Frau Kathy“, sagt Aren und legt der schlanken Frau leicht die Hand an den Rücken. „Wie ich dir heute Morgen schon sagte, wir sind erst vor kurzem hierhin gezogen.“ Er lächelt süffisant, seine Adleraugen richten sich auf Mark. „Wir wohnen ganz in der Nähe.“

Kathy nickt mir zu. Ihr Blick bleibt einen Moment zu lange an mir hängen.

„Dein Telefonat heute Morgen mit deinem Gesprächspartner“, fährt Aren fort, als würde er sich erinnern, „hat mich auf die Idee gebracht, mit meiner Frau essen zu gehen.“

Er lacht leise. „Wir waren schon lange nicht mehr italienisch essen.“

Ich sehe Marks Augen.

Zu weit offen. Zu schnell. Angst. Ungefiltert.

Reiß dich zusammen, denke ich. Bitte.

Mark steckt sich ein Stück Pizza in den Mund und kaut drauf rum als sei es ein Hundeknochen.

Aren schaut sich um.

„Es ist nur sehr voll hier.“

Er deutet auf die Stühle an unserem Tisch. „Kein Platz mehr frei.“

Er sieht mich an. Wartend. Höflich.

„Ihr habt doch sicher nichts dagegen, wenn wir uns zu euch setzen.“

Meine Kehle ist trocken. Mein Herz schlägt zu laut. Ich zwinge ein Lächeln auf mein Gesicht. „Nein, natürlich, setzt euch zu uns.“

Aren neigt leicht den Kopf.

„Magst du mir den… Mann nicht vorstellen, Elowen?“

¿Qué te pareció este capítulo?

Iniciar sesión para escribir una reseña también.

Cap 20Cap 22